Autor: admin

  • Regen, Ampeln und eine lange Belichtung

    Regen, Ampeln und eine lange Belichtung

    Im Gebirge ändert sich das Licht schneller, als man die Kamera einstellen kann. Wir haben deshalb mit fester Belichtung gearbeitet und lieber eine Aufnahme mehr gemacht.

    Zurück im Atelier haben wir die Bilder nach Farben sortiert, nicht nach Orten. Erst dabei fiel auf, wie ähnlich sich ein Nachtmarkt und ein Sonnenaufgang am See sein können.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 118 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 118, Langzeitbelichtung

    Der Aufbau

    Unterwegs fehlt die Leuchtplatte, also nutzen wir, was da ist: Schaufenster bei Nacht, Ampeln im Regen, die Lichter einer Seilbahn kurz nach Sonnenuntergang.

    Die besten Aufnahmen entstanden aus dem fahrenden Zug. Durch die Bewegung werden die Lichter der Ortschaften zu langen Bändern, die sich überkreuzen und neue Farben bilden.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 119 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 119, Langzeitbelichtung

    Am Markt in Meran haben wir die bunten Stoffbahnen eines Händlers fotografiert, mit seiner Erlaubnis und gegen ein Bild als Druck, das jetzt in seinem Stand hängt.

    Ein Blick ins Detail

    Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 120 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 120, Langzeitbelichtung

    Die Rohdaten speichern wir mit 14 Bit Farbtiefe. Beim Umwandeln in JPEG geht davon viel verloren, aber für die Ausgabe im Web reicht eine Qualität von 85 bis 90 Prozent vollkommen aus.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 121 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 121, Langzeitbelichtung
  • Was Besucher am häufigsten fragen

    Was Besucher am häufigsten fragen

    Gedruckt wurde im Giclée-Verfahren mit zwölf Pigmenttinten. Erst auf dem Papier zeigt sich, wie fein die Abstufungen tatsächlich sind, die am Bildschirm oft im Rauschen untergehen.

    Ein Teil der Arbeiten geht im Anschluss an eine Galerie in Bozen, ein anderer bleibt im Atelier und wird für die nächste Serie als Vorlage verwendet.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 114 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 114, Langzeitbelichtung

    Was wir beobachtet haben

    Begleitend zur Ausstellung gibt es jeden Samstag eine kurze Führung. Dabei zeigen wir auch Fehlversuche, die oft mehr über das Verfahren verraten als die gelungenen Bilder.

    Die Ausstellung zeigt achtzehn großformatige Drucke auf mattem Baryt-Papier. Gehängt sind sie in einer Reihe auf Augenhöhe, damit die Farbverläufe von Bild zu Bild ineinander übergehen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 115 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 115, Langzeitbelichtung

    Die Hängung haben wir zweimal umgestellt. In der ersten Fassung lagen die warmen Bilder alle auf einer Seite, und der Raum wirkte dadurch schief, fast als würde er kippen.

    Erste Ergebnisse

    In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 116 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 116, Langzeitbelichtung

    Nicht jeder Versuch gelingt. Von einer Serie mit vierzig Aufnahmen behalten wir im Schnitt fünf oder sechs, der Rest ist zu flau, zu bunt oder schlicht verwackelt.

  • Reflexionen jagen mit schwarzem Karton

    Reflexionen jagen mit schwarzem Karton

    Besonders bewährt hat sich ein kleiner Motor, der die Folie gleichmäßig verschiebt. Damit werden die Verläufe reproduzierbar und wir können gezielt nur einen Parameter verändern.

    Der Aufbau ist einfach: eine Leuchtplatte, zwei Klemmen, eine Folie und viel Geduld. Die meiste Zeit verbringen wir damit, Reflexionen zu finden und mit schwarzem Karton abzuschirmen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 110 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 110, Langzeitbelichtung

    Erste Ergebnisse

    Wer das selbst ausprobieren möchte, braucht kein teures Material. Transparente Folien aus dem Bastelbedarf und eine Taschenlampe genügen für erste Versuche am Küchentisch.

    In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 111 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 111, Langzeitbelichtung

    Nicht jeder Versuch gelingt. Von einer Serie mit vierzig Aufnahmen behalten wir im Schnitt fünf oder sechs, der Rest ist zu flau, zu bunt oder schlicht verwackelt.

    Der Aufbau

    Die Hängung haben wir zweimal umgestellt. In der ersten Fassung lagen die warmen Bilder alle auf einer Seite, und der Raum wirkte dadurch schief, fast als würde er kippen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 112 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 112, Langzeitbelichtung

    Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 113 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 113, Langzeitbelichtung
  • 14 Bit, 85 Prozent: unsere Exporteinstellungen

    14 Bit, 85 Prozent: unsere Exporteinstellungen

    Die Rohdaten speichern wir mit 14 Bit Farbtiefe. Beim Umwandeln in JPEG geht davon viel verloren, aber für die Ausgabe im Web reicht eine Qualität von 85 bis 90 Prozent vollkommen aus.

    Gearbeitet haben wir mit einer spiegellosen Vollformatkamera und einem lichtstarken 50-mm-Objektiv. Entscheidend war weniger die Kamera als ein stabiles Stativ mit sauber laufendem Panoramakopf.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 106 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 106, Langzeitbelichtung

    Wie es weitergeht

    Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.

    Ein Graufilter mit sechs Blendenstufen erlaubt auch bei Tageslicht Belichtungszeiten von mehreren Sekunden. Wichtig ist, den Sucher abzudecken, sonst fällt Streulicht auf den Sensor und hellt die Schatten auf.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 107 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 107, Langzeitbelichtung

    Bei langen Belichtungen erwärmt sich der Sensor, und das Rauschen nimmt sichtbar zu. Wir lassen deshalb zwischen zwei Aufnahmen eine Pause und schalten die kamerainterne Rauschunterdrückung bewusst aus.

    Was wir beobachtet haben

    Wer das selbst ausprobieren möchte, braucht kein teures Material. Transparente Folien aus dem Bastelbedarf und eine Taschenlampe genügen für erste Versuche am Küchentisch.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 108 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 108, Langzeitbelichtung

    In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.

  • Warmer Weißpunkt, kühler Eindruck

    Warmer Weißpunkt, kühler Eindruck

    Auffällig ist, wie stark das Grün die anderen Töne zurückdrängt. Schon ein kleiner Anteil reicht, damit das Auge die ganze Fläche als kühl wahrnimmt, obwohl die Messung im Mittel einen warmen Weißpunkt zeigt.

    Die Farben stammen aus gefärbtem Plexiglas, das wir vor eine LED-Fläche gestellt haben. Je nach Abstand zur Linse verwischen die Kanten unterschiedlich stark, und genau das macht den Reiz der Aufnahmen aus.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 102 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 102, Langzeitbelichtung

    Wie es weitergeht

    Für die Serie haben wir bewusst auf Nachbearbeitung verzichtet. Was auf den Bildern zu sehen ist, kam so aus der Kamera: das Rauschen, die leichten Farbsäume an den Übergängen und die ungleichmäßige Helligkeit.

    Ausgangspunkt war eine einfache Frage: Wie weit lässt sich ein Farbverlauf dehnen, bevor er in einzelne Flecken zerfällt? Wir haben dafür die Belichtungszeit schrittweise verlängert und die Kamera während der Aufnahme langsam geschwenkt.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 103 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 103, Langzeitbelichtung

    Spannend wird es dort, wo sich zwei Komplementärfarben überlagern. Statt eines schmutzigen Graus entsteht ein feines Flirren, das erst bei voller Auflösung sichtbar wird und in der Vorschau verschwindet.

    Unser Fazit

    Wer das selbst ausprobieren möchte, braucht kein teures Material. Transparente Folien aus dem Bastelbedarf und eine Taschenlampe genügen für erste Versuche am Küchentisch.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 104 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 104, Langzeitbelichtung

    Für die Reise hatten wir nur ein Objektiv dabei. Das zwingt zu Entscheidungen, und rückblickend waren gerade die Einschränkungen gut für die Serie.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 105 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 105, Langzeitbelichtung
  • Nachtmarkt oder Sonnenaufgang?

    Nachtmarkt oder Sonnenaufgang?

    Für die Reise hatten wir nur ein Objektiv dabei. Das zwingt zu Entscheidungen, und rückblickend waren gerade die Einschränkungen gut für die Serie.

    Unterwegs fehlt die Leuchtplatte, also nutzen wir, was da ist: Schaufenster bei Nacht, Ampeln im Regen, die Lichter einer Seilbahn kurz nach Sonnenuntergang.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 98 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 98, Langzeitbelichtung

    Probleme unterwegs

    Im Gebirge ändert sich das Licht schneller, als man die Kamera einstellen kann. Wir haben deshalb mit fester Belichtung gearbeitet und lieber eine Aufnahme mehr gemacht.

    Am Markt in Meran haben wir die bunten Stoffbahnen eines Händlers fotografiert, mit seiner Erlaubnis und gegen ein Bild als Druck, das jetzt in seinem Stand hängt.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 99 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 99, Langzeitbelichtung

    Die besten Aufnahmen entstanden aus dem fahrenden Zug. Durch die Bewegung werden die Lichter der Ortschaften zu langen Bändern, die sich überkreuzen und neue Farben bilden.

    Der Aufbau

    In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 100 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 100, Langzeitbelichtung

    Der Aufbau ist einfach: eine Leuchtplatte, zwei Klemmen, eine Folie und viel Geduld. Die meiste Zeit verbringen wir damit, Reflexionen zu finden und mit schwarzem Karton abzuschirmen.

  • Ein Teil der Serie zieht nach Bozen

    Ein Teil der Serie zieht nach Bozen

    Ein Teil der Arbeiten geht im Anschluss an eine Galerie in Bozen, ein anderer bleibt im Atelier und wird für die nächste Serie als Vorlage verwendet.

    Gedruckt wurde im Giclée-Verfahren mit zwölf Pigmenttinten. Erst auf dem Papier zeigt sich, wie fein die Abstufungen tatsächlich sind, die am Bildschirm oft im Rauschen untergehen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 94 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 94, Langzeitbelichtung

    Wie es weitergeht

    Begleitend zur Ausstellung gibt es jeden Samstag eine kurze Führung. Dabei zeigen wir auch Fehlversuche, die oft mehr über das Verfahren verraten als die gelungenen Bilder.

    Die Hängung haben wir zweimal umgestellt. In der ersten Fassung lagen die warmen Bilder alle auf einer Seite, und der Raum wirkte dadurch schief, fast als würde er kippen.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 95 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 95, Langzeitbelichtung

    Die Ausstellung zeigt achtzehn großformatige Drucke auf mattem Baryt-Papier. Gehängt sind sie in einer Reihe auf Augenhöhe, damit die Farbverläufe von Bild zu Bild ineinander übergehen.

    Was wir beobachtet haben

    Nicht jeder Versuch gelingt. Von einer Serie mit vierzig Aufnahmen behalten wir im Schnitt fünf oder sechs, der Rest ist zu flau, zu bunt oder schlicht verwackelt.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 96 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 96, Langzeitbelichtung

    Auffällig ist, wie stark das Grün die anderen Töne zurückdrängt. Schon ein kleiner Anteil reicht, damit das Auge die ganze Fläche als kühl wahrnimmt, obwohl die Messung im Mittel einen warmen Weißpunkt zeigt.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 97 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 97, Langzeitbelichtung
  • Sicherung zuerst: unser Ablauf am Abend

    Sicherung zuerst: unser Ablauf am Abend

    Am Ende jedes Arbeitstags sichern wir die Rohdaten doppelt: auf ein Netzlaufwerk im Atelier und in ein Rechenzentrum außer Haus. Ein verlorener Tag Arbeit tut mehr weh als jede Speicherrechnung.

    Nicht jeder Versuch gelingt. Von einer Serie mit vierzig Aufnahmen behalten wir im Schnitt fünf oder sechs, der Rest ist zu flau, zu bunt oder schlicht verwackelt.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 90 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 90, Langzeitbelichtung

    Der Aufbau

    Wer das selbst ausprobieren möchte, braucht kein teures Material. Transparente Folien aus dem Bastelbedarf und eine Taschenlampe genügen für erste Versuche am Küchentisch.

    Besonders bewährt hat sich ein kleiner Motor, der die Folie gleichmäßig verschiebt. Damit werden die Verläufe reproduzierbar und wir können gezielt nur einen Parameter verändern.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 91 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 91, Langzeitbelichtung

    In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.

    Was wir beobachtet haben

    Zurück im Atelier haben wir die Bilder nach Farben sortiert, nicht nach Orten. Erst dabei fiel auf, wie ähnlich sich ein Nachtmarkt und ein Sonnenaufgang am See sein können.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 92 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 92, Langzeitbelichtung

    Auffällig ist, wie stark das Grün die anderen Töne zurückdrängt. Schon ein kleiner Anteil reicht, damit das Auge die ganze Fläche als kühl wahrnimmt, obwohl die Messung im Mittel einen warmen Weißpunkt zeigt.

  • Stativköpfe im Vergleich

    Stativköpfe im Vergleich

    Die Dateien sind groß: Ein einzelnes Bild hat bis zu 4000 Pixel Breite und knapp zweieinhalb Megabyte. Für die Website erzeugt WordPress daraus automatisch kleinere Varianten für Handy, Tablet und Bildschirm.

    Bei langen Belichtungen erwärmt sich der Sensor, und das Rauschen nimmt sichtbar zu. Wir lassen deshalb zwischen zwei Aufnahmen eine Pause und schalten die kamerainterne Rauschunterdrückung bewusst aus.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 86 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 86, Langzeitbelichtung

    Wie es weitergeht

    Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.

    Ein Graufilter mit sechs Blendenstufen erlaubt auch bei Tageslicht Belichtungszeiten von mehreren Sekunden. Wichtig ist, den Sucher abzudecken, sonst fällt Streulicht auf den Sensor und hellt die Schatten auf.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 87 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 87, Langzeitbelichtung

    Die Rohdaten speichern wir mit 14 Bit Farbtiefe. Beim Umwandeln in JPEG geht davon viel verloren, aber für die Ausgabe im Web reicht eine Qualität von 85 bis 90 Prozent vollkommen aus.

    Was wir beobachtet haben

    Im Gebirge ändert sich das Licht schneller, als man die Kamera einstellen kann. Wir haben deshalb mit fester Belichtung gearbeitet und lieber eine Aufnahme mehr gemacht.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 88 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 88, Langzeitbelichtung

    Unterwegs fehlt die Leuchtplatte, also nutzen wir, was da ist: Schaufenster bei Nacht, Ampeln im Regen, die Lichter einer Seilbahn kurz nach Sonnenuntergang.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 89 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 89, Langzeitbelichtung
  • Die Serie ohne Nachbearbeitung

    Die Serie ohne Nachbearbeitung

    Auffällig ist, wie stark das Grün die anderen Töne zurückdrängt. Schon ein kleiner Anteil reicht, damit das Auge die ganze Fläche als kühl wahrnimmt, obwohl die Messung im Mittel einen warmen Weißpunkt zeigt.

    Im direkten Vergleich wirken die Bilder mit diagonaler Bewegung lebendiger als die mit waagrechter. Vermutlich liest das Auge die Diagonale als Richtung und folgt ihr unwillkürlich über die ganze Fläche.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 82 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 82, Langzeitbelichtung

    Der Aufbau

    Spannend wird es dort, wo sich zwei Komplementärfarben überlagern. Statt eines schmutzigen Graus entsteht ein feines Flirren, das erst bei voller Auflösung sichtbar wird und in der Vorschau verschwindet.

    Ausgangspunkt war eine einfache Frage: Wie weit lässt sich ein Farbverlauf dehnen, bevor er in einzelne Flecken zerfällt? Wir haben dafür die Belichtungszeit schrittweise verlängert und die Kamera während der Aufnahme langsam geschwenkt.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 83 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 83, Langzeitbelichtung

    Die Farben stammen aus gefärbtem Plexiglas, das wir vor eine LED-Fläche gestellt haben. Je nach Abstand zur Linse verwischen die Kanten unterschiedlich stark, und genau das macht den Reiz der Aufnahmen aus.

    Unser Fazit

    Die besten Aufnahmen entstanden aus dem fahrenden Zug. Durch die Bewegung werden die Lichter der Ortschaften zu langen Bändern, die sich überkreuzen und neue Farben bilden.

    Abstrakte Farbstudie Nr. 84 mit fließenden Farbverläufen
    Farbstudie Nr. 84, Langzeitbelichtung

    Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.