Am Ende jedes Arbeitstags sichern wir die Rohdaten doppelt: auf ein Netzlaufwerk im Atelier und in ein Rechenzentrum außer Haus. Ein verlorener Tag Arbeit tut mehr weh als jede Speicherrechnung.
Nicht jeder Versuch gelingt. Von einer Serie mit vierzig Aufnahmen behalten wir im Schnitt fünf oder sechs, der Rest ist zu flau, zu bunt oder schlicht verwackelt.

Der Aufbau
Wer das selbst ausprobieren möchte, braucht kein teures Material. Transparente Folien aus dem Bastelbedarf und eine Taschenlampe genügen für erste Versuche am Küchentisch.
Besonders bewährt hat sich ein kleiner Motor, der die Folie gleichmäßig verschiebt. Damit werden die Verläufe reproduzierbar und wir können gezielt nur einen Parameter verändern.

In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.
Was wir beobachtet haben
Zurück im Atelier haben wir die Bilder nach Farben sortiert, nicht nach Orten. Erst dabei fiel auf, wie ähnlich sich ein Nachtmarkt und ein Sonnenaufgang am See sein können.

Auffällig ist, wie stark das Grün die anderen Töne zurückdrängt. Schon ein kleiner Anteil reicht, damit das Auge die ganze Fläche als kühl wahrnimmt, obwohl die Messung im Mittel einen warmen Weißpunkt zeigt.

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